verweilen in tbilisi

In Borjomi entschieden wir uns, nocheinmal zurück nach Tbilisi zu fahren – dieses Mal mit dem Minibus, denn wir beide waren etwas krank und wollten einen englisch sprechenden Arzt aufsuchen. Im Hostel „Home Nr. 12“ konnten wir ein paar Tage bleiben und uns auskurieren.

Sonja konnte in der Zeit in zwei Schulen hospitieren, da sie einen Kontakt zu einer deutschen Lehrerin bekam, die in Tbilisi arbeitet. In einer Schule mit Deutsch-Profil lernten die Schüler bereits in der zweiten Klasse unsere Muttersprache und sangen ihr deutsche Kinderlieder vor. In der 7. Klasse konnte sie sich sogar richtig mit den Schülern unterhalten. Auf der Bank nach der Schule mit Deutschlehrern….

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Zeitgleich kam Wolfgang aus Dresden im Hostel an, der mit dem Fahrrad in Sachsen gestartet ist nun Georgien erreicht hat. Ein anderer Tourenradler aus der Türkei zog ebenfalls ein, so dass wir uns alle gut über Wege und Routen austauschen konnten.

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In einem Park über der Stadt kreist ein Riesenrad, das in ziemlicher Höhe reichlich Aussicht bietet. Uns war beiden etwas mulmig während der Runde… Dafür war die nächtliche Fahrt in die Stadt hinunter ein tolles Erlebnis.

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Am letzten Abend in der Hauptstadt konnten wir ein Stück georgische Kultur kennen lernen: in der Philharmonie tanzte das Georgische National Ballet „Sukhisvili“ wie auch das Ensemble „Rustavi“. Wir wurden von einer Bekannten darauf hingewiesen, hätten uns es aber nicht so eindrücklich vorgestellt. Beide Gruppen touren weltweit.
Tanz ist ein wichtiger Bestandteil in der georgische Kultur – die Tänzer wirbeln in rasender Geschwindigkeit über die Bühne, während die Tänzerinnen in ihren Kostümen förmlich über dem Boden schweben. Dazu erklang der georgische polyphone Gesang.

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Steven aus England begleitete uns, der zur selben Zeit im Hostel wohnte. Er schreibt einen Reiseführer über die kaukasischen Länder.

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Nach ein paar Tagen konnten wir dann den Rückweg nach Borjomi antreten und verabschiedeten uns ein zweites mal von Tbilisi.

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Traurig ist die Tatsache, wie viele alte Menschen in Georgien betteln müssen. Die staatliche Rente ist minimal und in keinem Maße ausreichend zum Leben. Diejeinigen, die keine Unterstützung durch Kinder haben oder auf Erspartes zurückgreifen können, verkaufen selbst in hohem Alter am Straßenrand Gemüse oder Blumen oder bitten einfach um ein paar Münzen.

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Die Metro in Tbilisi ist auch ein Erlebnis. Die Rolltreppen in den U-Bahn Gebäuden rasen mit überdurchschnittlicher Geschwindigkeit in die Tiefe, entsprechend schnell heizen auch die U-Bahnen durch die Tunnel unterhalb der Stadt.

Für einen schmalen Taler brachte uns ein Minibus zurück zu unseren ersehnten Rädern in Borjomi.

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