Archiv der Kategorie: Australien

sydney und der abschied von down under

In Sydney angekommen gaben wir den Campervan ab und waren irgendwie froh, wieder mit dem Rad zu fahren.

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Durch warmshowers konnten wir in Sydney bei Paul und seinen Eltern bleiben, welche uns sehr reichlich bewirteten und versorgten. Pauls Vater erzählte uns viel von seiner Antarktisexpedition, was wirklich beeindruckend war. Wieder einmal waren wir geplättet von der Gastfreundschaft.

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Paul führte uns auf eine Radtour in die Innenstadt zur Hafenbrücke und der Oper.

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Da wir nun schon mal in Sydney waren und es zufälliger Weise auch Sonntag war besuchten wir die hier 1983 gegründete Hillsong-Church. Der Lobpreis hatte Konzertcharakter 🙂 Hier lernten wir Moritz aus Deutschland kennen, der in Sydney mit seiner Frau lebt.

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Zum Abschluss fuhren wir mit einer der alten Fähren von Circular Quay nach Manly, was durch den starken Seegang zum echten Erlebniss wurde.

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Unser Weiterflug nach Thailand startete am 16.3. – da wir dieses Mal nur kleine Radkartons bekamen, musste Benni viel auseinanderschrauben und hatte damit ein paar Stunden zu tun. Pauls Vater packte unsere ganzen Sachen in sein großes Auto und brachte uns zum Flughafen. Das war ein echtes Geschenk. Am Schalter hatten wir Glück mit dem Personal, der Angestellte von Emirates ließ Bennis Gitarre zusätzlich als Handgepäck durchgehen, juhu!

Und so stiegen wir in den Flieger, gespannt auf Asien und seine Kultur.

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motorisiert nach sydney

Zurück in Melbourne trafen wir wieder bei Larry und Bonnie ein.  Für unsere nächste Reiseetappe Thailand brauchten wir noch ein Visum, was wir in der Metropole einholen konnten, quasi über Nacht.

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In der Zwischenzeit hatte uns Shimanoo Australien sogar nagelneue Pedale geschickt. Bei den in Deutschland gekauften Pedalen wurde eine Plastikhülse bei der Produktion vergessen, sodass wir mit der Zeit ein großes Spiel und knackartige Geräusche feststellen mussten. In Neuseeland war es auch mit viel Aufwand absolut unmöglich gewesen, trotz Kaufbeleg eine Garantieleistung dafür zu bekommen. In Australien reichte ein Anruf und ca. 3 Wochen Zeit. Große Freude!

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Am 11.3. holten wir den Van ab. Wir bekamen für die Rückführung nach Sydney 4 Tage Zeit und nahmen anstatt des direkten Highways eine andere Strecke. Nachdem wir die Räder darin verpackt hatten steuerten wir landeinwärts.

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Der Boden wurde immer flacher und karger, die Temperatur kletterte nach oben und die Distanzen zwischen den Orten wurden immer weiter. Von einem zum anderen Ort zu Ort fuhren wir mitunter 100km. Dazwischen nichts als flache Weite und die hießigen LKW´s (Roadtrains).

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In Narrandare war die größte spielbare Gitarre (ca. 5m lang) der Welt zu bestaunen, für uns leider nur hinter der Glasscheibe.

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Besonders eindrücklich waren die Abenddämmerungen und der südliche Sternhimmel. Weg von den beleuchtenden Siedlungen gibt es eine spektakuläre Sicht auf die Milchstraße.

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Kurz vor Sydney überquerten wir die Blue Mountains, welche leider total vernebelt und verregnet waren.

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Am nächsten Morgen klärte sich nach dem Sonnenaufgang jedoch die Sicht auf – die Wolken zogen noch über dem Tal, aber es gab eine wundervolle Aussicht in die Berge.

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planänderung in mount gambier

 

#Das letzte Stück nach Mount Gambier war aufgrund des enormen Gegenwindes sehr anstrengend und wir waren froh, als wir bei Sandy und Kirsten ankamen (die wir durch warmshowers gefunden hatten).

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Hier verbrachten wir zwei fantastische Tage, was nicht zuletzt durch die überragende Gastfreundschaft und Herzlichkeit der beiden zustande kam. Benni bereitete am letzten Abend handgemachte deutsche Spätzle zu (mit Hilfe ein paar Tipps und Tricks seines Mitbewohners Christoph).

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In Mount Gabier sieht man einen der jüngsten Vulkane Australiens: den Blue Lake. Der See ändert jedes Jahr im Sommer seine Farbe von Blaugrau zu einem kräftigen Kobaltblau. In der Stadt findet man auch weitere Krater, die durch Auflösung von Kalkstein entstanden sind.

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Unser Plan war es, zum Flughafen nach Sydney zu kommen. Da wir online ein super Angebot für einen Campervan bekamen, der von Melbourne nach Sydney zurückgeführt werden sollte, entschieden wir uns auf einer anderen Route nach Melbourne zurückzuradeln. Der enorme Westwind sprach auch dafür, die Richtung zu ändern. Auf dem  Weg zurück nach Warrnambool drehte eine Frau mit ihrem Auto extra für uns um. Sie schlug uns eine sehr schöne und ruhige Alterntivroute zum sehr geschäftigten Highway vor.

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Auf diesem Weg hatten wir auch den ersten Regentag in Australien. Durch die häufigen Schauer und die Wärme mussten wir ca. alle 15 min die Jacken an- und ausziehen. Gegen Abend wurde es jedoch besser und wir konnten sogar noch einen echten australischen Garagenflohmarkt (Garage sale) bestaunen.

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Da der Campervan ab dem 11.3. zurückgeführt werden sollte, stiegen wir für das letzte Stück nach Melbourne in den Zug. Durch unsere Unkenntnis über die Sitz- und Reservierungsverteilung mussten wir innerhalb des Zuges mit gesamten Gepäck dreimal umziehen. Nassgeschwitzt saßen wir nach 1h Gepäck hin- und herschleppen im letzten Abteil.

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von kängurus und wildem getier

Nach der Ruhepause in Warrnambool nahmen wir den Radweg auf einer stillgelegten Bahntrasse nach Port Fairy.

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Auf diesem Weg hatten wir eine Begegnung mit Australiens giftigem Getier: eine Schlange schnellte über den Weg, Benni fuhr vorn und konnte ihr aber noch ausweichen. Wir hatten mit einigen Einheimischen gesprochen, was im Fall der Fälle zu tun sein, aber die Australier gehen sehr entspannt mit dem Thema um. Normalerweise haben Schlangen mehr Angst vor Menschen als umgekehrt. Sie attackieren Menschen nicht und suchen eher das Weite, es sei denn, man tritt aus Versehen auf sie. In Port Fairy graste ein Känguru in Ruhe auf dem Picknickplatz. Benni konnte sich relativ weit nähern. Wir nutzten den freien Barbecueplatz und konnten einen Sonnenuntergang sehen.

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In der Nähe von Tyrendara hatte eine hiesige Künstlerin an ihrem Zaun Schuhpaare sammeln lassen. Ein wirklicher Hingucker in dieser trockenen Gegend. Auf dem nächsten freien Zeltplatz trafen wir zwei ältere Damen, die in ihrem Urlaub mit Auto und Zelt durch das Land düsten. Echt cool 🙂

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Dieses phänomenale Angebot traf uns am Wegesrand. Wir mussten stark überdenken, ob wir den Fahruntersatz wechseln 🙂

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Am nächsten Tag suchten wir uns einen Zeltplatz in einem freien Waldstück. In der Dämmerung hörten wir plötzlich ein lautes Donnern um unser Zelt und kamen etwas ins Schwitzen… vorsichtig lugten wir heraus und sahen eine Bande Kängurus vorbeipreschen. Sie hielten an, schauten, und wir schauten zurück. Dann ging es bei ihnen mit kraftvollen Sprüngen weiter. Unglaublich, mit welcher Leichtigkeit sie den nahegelegenen Zaun überwanden. Leider werden viele Kängurus von Autos umgefahren und bleiben dann einfach am Straßenrand liegen. Ein weniger schöner Anblick (und Geruch für Radfahrer).

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the great ocean road: apollo bay – warrnambool

Nach Apollo Bay schwenkte die Straße gen Inland in den Otway National Park. Dort trafen wir auf den Wanderweg „Maits Rest“ – einen Traumzauberwald 🙂  Riesen-Eukalyptusbäume, einige davon 300 Jahre alt, ragten in den Himmel und hatten einen enormen Durchmesser.  Diese immergrünen Bäume können bis 100 m hoch werden. _MG_0760 _MG_0783 _MG_0778 _MG_0757

Am nächsten Morgen wurden wir durch einen fabelhaften Sonnenaufgang geweckt. _MG_0823 _MG_0827

Manchmal wird hier vor ganz seltsamen „Tieren“ gewarnt:

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Die Great Ocean Road ist nicht flach, sondern weist auch einige Höhenmeter auf. Mit Sydney (einem Tourenradler aus der Schweiz) strampelten wir rauf nach Lavers Hill.

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An der Küste hat das Meer viele wundersame Skulpturen aus dem Kalkstein gespült, welche bis zu 50 m weit entfernt vom Strand in der stürmischen See stehen. Die „12 Apostel“, eine Reihe von im Meer stehenden Felsen sind eine echte Attraktion. Als wir sie zum Sonnenuntergang erreichten, waren Scharen von Menschen am Aussichtspunkt. _MG_0871-2 _MG_0874

Für uns beschaulicher und weniger besucht waren andere Plätze, wie z. B. die Formation „London Bridge“. 1990 brach deren Verbindung zum Festland ab. _MG_0915 _MG_0917

Durch die Kraft des Wassers weicht die Steilküste jedes Jahr um 2 cm zurück und bringt Bögen, Schluchten und Blaslöcher hervor.

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Das letzte Stück der Great Ocean Road war für uns ein krönender Abschluss. _MG_0934 _MG_0899 _MG_0935

In Warrnambool blieben wir 3 Tage auf einem Zeltplatz. Uns gegenüber wohnte „Puff“ in seinem Wohnwagen, der dort jedes Urlaub macht. Mit 80 Jahren ist er noch total fit und hat einen vollen Terminkalender als DJ. Er war begeistert vom Reisen mit dem Fahrrad, nahm uns auf eine Tour und zeigte und die Stadt. _MG_0958 _MG_0976

Nun haben wir unsere weitere Route geplant und sind wir auf dem Weg nach Mount Gambier.

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the great ocean road: melbourne – apollo bay

Mit dem Zug fuhren wir aus der Metropole Melbourne heraus nach Geelong, was ein günstigerer Startpunkt zum Radeln war. Der Großstadt entkommen fühlten wir zum ersten Mal die langgestreckte, weite und staubige Landschaft.

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Freies Zelten ist in Australien einfacher. Es gibt freie Picknickplätze, welche sogar mit elektrischem Grill ausgestattet sind.

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In Anglesea trafen wir Paul aus Frankreich, der mit dem Rad in der Transsibirischen Eisenbahn nach Japan reiste und nun seine letzten Wochen vor der Heimkehr in Australien verbringt.
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Bei einer Kaffeepause in Lorne saßen die Kakadus in einer Reihe über dem Café, um die Essensreste der Gäste zu ergattern.

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Danach strampelten wir auf dem Weg zu einem freien Campingplatz durch einen steilen Eukalyptuswald (350 Höhenmeter), der Duft darin war herrlich. Die Anstrengung am frühen Abend war es jedoch wert, denn der Platz war sogar zum Feuermachen ausgelegt.

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Auf dem Bäumen saßen die Koalas, die meisten schliefen – wie wir herausgefunden haben, schlafen Koalas bis zu 20 h am Tag und stehen meist nur zum Fressen der Eukalyptusblätter auf. Die Lautäußerungen der Männchen sind laut und klingen wie grunzende Wildschweine 🙂 Anfangs haben wir gar nicht vermutet, dass dieses Geräusch von ihnen kommt.

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Auch Papageien sind hier relativ zahm und fressen den Touristen mitunter aus der Hand.

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Die Straße windet sich in ständigem Auf und Ab entlang der Küste. In den Sommermonaten tummeln sich hier die Autos der Touristen, so dass der Verkehr ziemlich geschäftig war. Auf dem ersten Teil bis Apollo Bay gibt es viele Bade- und Surfstrände zu bestaunen.

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Einen famosen Sonnenaufgang konnten wir in Apollo Bay sehen.

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die wahrscheinlich beste pizza der welt…

…konnten am 17.02.2015 verspeisen und das kam so: Als wir vor ungefähr einem Monat in Nelson (NZ) ankamen trafen wir bei Pizza Domino (einer lokalen Pizzakette) zwei Italiener, welche um die Welt reisen um die beste Pizza zu finden. (Leute haben wirklich verrückte Ideen!)

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Wir kamen ins Gepräch und fragten sie nach der bis jetzt „besten“ Pizza, die sie bisher verspeist hatten. Wir erwarteten irgendeinen kleinen Ort in Italien zu hören,  doch sie nannten uns die Lokalität „400 degrees“ in Melbourne.
Da unser nächster Stop diesselbe Stadt war, suchten wir den Ort auf und wirklich: es war superlecker. Ob es die beste der Welt ist, lässt sich noch herausfinden! 🙂

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