Archiv der Kategorie: Kasachstan

abschied vom kasachischen markt

Kasachstan bietet viele Leckereien – wir konnten „Kurt“ ausprobieren, eine Art Käse aus luftgetrocknetem Quark. Er wurde früher von Nomadenvölkern genutzt, da er sich ungekühlt hält – perfekt für Tourenradler.

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Es gibt viele Teigtaschen, gefüllt mit Kartoffeln, Fleisch oder Schnittlauch.

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Überall werden deftige und leckere Suppen geboten, zu denen das allgegenwärtige Fladenbrot gereicht wird.

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Auffällig ist die große Auswahl an Keksen und süßem Gebäck.

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Am letzten Tag besuchten wir den Green Bazaar in Almaty. Dort gibt es jegliches, was die kasachische Küche zu bieten hat und man ist willkommen, alles zu probieren. Hier sahen wir das in Mittelasien weitverbreitete, zweisaitige Zupfinstrument, die „Dombra“.

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Am gleichen Tag verpackten wir die Räder (ein letztes Mal) und ab ging der Flieger nach Georgien.

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zurück nach almaty

In Chundzha verbrachten wir zwei Tage. Der 1. Mai ist in Kasachstan ebenfalls ein Feiertag, zu dem überall ein fröhliches Zusammensein auf den Straßen zu sehen war. Traditionell wird der Tag von den Kasachen mit viel Vodka begangen. Leider findet man die leeren Flaschen sehr oft am Straßenrand. Der Müll wird kurzerhand aus dem Fenster entledigt, was oft ein unschönes Bild in der sonst so wundervollen Landschaft hinterlässt.

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In der Steppe, wo kaum ein Baum auftaucht, findet man nicht so leicht ein Plätzchen zum Zelten, weshalb wir für ein Nachtlager nochmals die trockenen Hügel am Canyon aufsuchten.

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Am nächsten Vormittag zogen von den Bergen her starke Regenwolken, die schlimmer aussahen als sie am Ende waren.

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Zum Glück konnten wir nach einiger Zeit wieder dem Highway entgehen und auf einer ruhigen Straße den Weg zurück suchen. Auf dieser Strecke fanden wir tolle Plätze zum Campen. Immer wieder kamen Hirten in unsere Nähe um herauszufinden, wer wir sind und was wir denn hier machen.

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Am letzten Tag konnten wir die blühenden Mohnfelder und den Frühling genießen. Sogar einige Jurten (traditionelle Nomadenzelte) zeigten sich auf dem Weg.

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Kurz vor Almaty verschlecherte sich der Straßenzustand durch ein nahes Kieswerk, dessen LKW´s durch die zerstörte Straße donnerten.

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In Kasachstan weiß man sich auf einfache Art und Weise gegen den VW-Bus-Diebstahl zu helfen 🙂

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trockene strecken um den charyn canyon

Auf dem Weg zum Charyn Canyon veränderte sich die Landschaft langsam – bis Kökpek durchquerten wir noch grüne Berge.

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Danach wurde die Landschaft allmählich karger und trockener.

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Als wir den Canyon erreichten, war er bereits in das Licht der Abendsonne getaucht.

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 Hinter einem Hügel fanden wir einen windgeschützten Platz und schlugen unser Zelt auf.

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Am nächsten Tag suchten wir durch die trockene Landschaft den Weg in die nächste Stadt, um unsere Vorräte nach Wasser und Essen aufzufüllen.

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Außerhalb der Stadt, bepackt mit neuem Proviant, wollten wir danach auf einer kleinen Straße weiterfahren. Leider stellte sich als Huckelpiste heraus, eine Qual mit dem Rad. Zu unserem Glück kamen zwei junge Typen in einem Pickup vorbei und nahmen uns samt den Rädern wieder mit zurück in die Stadt. Dort suchten wir ein Gasthaus für die nächsten beiden Nächte.

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kasachische weite

Unser Ziel war der Charyn Canyon, zu dem wir auf einer ruhigen Nebenstraße aufbrachen. Ohne unser in Thailand erworbenes GPS Gerät hätten wir diese traumhafte Straße wohl verpasst.

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Wir hatten uns vorher nicht vorgestellt, welche Schönheit und Weite die Landschaft in diesem Land zeigen würde. Traumhafte grüne Hügellandschaften mit Schaf- und Ziegenherden, die von Hütern zu Pferd bewacht werden.

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Immer wieder hielten Autos an und versuchten mit uns in Russisch ins Gespräch zu kommen. Das ergab oft lustige Situationen, da wir uns nur mit Händen und Füßen verständigen konnten

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Wir suchten eine Campingmöglichkeit auf und wurden von einer Gruppe Wildpferde überrascht.

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Nach Chilik mussten wir die große Landstraße fahren. Viele Straßen im Land sind in einem schlechten Zustand, was wohl nach den klirrenden Wintermonaten kein Wunder ist. Die Autofahrer kümmert das wenig: sie rasen mit enormer Geschwindigkeit durch die holprigen und von Löchern gesäten Straßen und ließen oft erschreckend wenig Abstand zu uns. Mehr als einmal mussten wir in den Graben ausweichen, um dem Gegenverkehr beim Überholen auf unserer Spur Platz zu machen.

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übernachtung im tanzsaal

Auf dem Weg aus Almaty heraus hielten wir durch den beginnenden Regen unter einem Baum. Wir wunderten uns, weil ständig Autos hinter uns hielten – dazu kam ein junger Mann jedes Mal aus einem Haus gestürmt, um ihnen irgendetwas in Zeitungspapier eingewickelt  abzuliefern.  Als er uns erblickt hatte kam er auf uns zu und schenkte uns ein warmes frisch gebackenes Fladenbrot. Ein Traum.

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Auf der Weiterfahrt wurde der Regen immer heftiger und wir beschlossen, auf dem Gelände eines größeren Gebäudes einen Platz für unser Zelt zu erfragen. Wie sich heraustellte, war es ein Kulturhaus und zudem Wahltag für den Präsidenten.

Der örtliche Polizeivorsteher nahm Einsicht in unsere Pässe, schaute raus in den Regen, lächelte uns danach an und sagte „Ok“. Wir wurden in die obere Etage geführt, auf der sich der Baletttsaal befindet und angewiesen, unser Nachtlager dort aufzuschlagen. Am Abend nach Wahlschluss kamen er und seine Helfergruppe nach oben, wir kommunizierten über den Google-Übersetzer und bedankten uns für die Übernachtungsmöglichkeit.

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frühling in kasachstan

Vom Flugzeug aus konnten wir schon erste Blicke auf die ehmalige Hauptstadt erblicken. (Seit 1997 ist Astana Hauptstadt von Kasachstan.)

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Gegen Nachmittag landeten wir in Almaty und bauten schnell die Räder auf. Wir suchten den Weg in die Stadt auf und wurden vom Frühling überrascht – der Duft, die Blumen, das Grün an den Bäumen wie das Vogelgezwitscher waren wundervoll.

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Für die nächsten Tage zogen wir im „Hello-Hostel“ ein, wo wir auch auf Amir trafen. Er ist Kasache und zeigte uns am nächsten Tag Medeo, ein Eisstadion in den Bergen. Almaty ist Gastgeber der Winter-Universiade 2017 (Weltsportspiele der Studenten). In der Höhe ist das Skigebiet im Moment noch geöffnet.

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Amirs Schwester lebt in Deutschland. Bei einem Skypetelefonat gab sie uns wertvolle Tipps zu Kasachstan. Die Verständigung im Land ist schwer, da kaum jemand Englisch spricht und wir leider nur über wenige Worte in Russisch verfügen.

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