Archiv der Kategorie: Neuseeland

REISEVORTRAG VERSCHOBEN! 29.01.16 – 20 Uhr

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Wir müssen leider krankheitsbedingt den Vortrag auf den 29.01.2016
verschieben.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

hier findet ihr den Anfahrtsweg. (Achtung nicht Kraftwerk Mitte!)

windy wellington

Sonja hatte sich in der letzten Woche vor dem Weiterflug in Wellington an einer Schule zum Hospitieren angemeldet, sodass wir uns schnell auf den Weg zurück zur Nordinsel machten mussten. Wir nahmen den Bus zurück nach Picton, von dort startete unsere Fähre zurück.

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Sie konnte Einblicke in eine Grundschule bekommen und durfte an Unterrichtsstunden teilnehmen. Einige Sachen werden anders gehandhabt, zum Beispiel die Unterrichtszeiten: der Tag geht für die Kids erst um neun los – kein Stress am Morgen 🙂 – dafür dürfen sie aber auch bis um drei an den Bänken sitzen. Immerhin gibt es eine Stunde Mittagspause. Das Konzept „Hort“ ist somit gleich integriert.

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Im windigen Wellington wurden wir über warmshowers von dem Radfahrern Julie und Thomas aufgenommen. Sie nahmen sich viel Zeit für uns, zeigten uns die Gegend und führten uns zum Island Bay Festival, so dass wir die letzten Tage dort sehr genießen konnten.

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red zone

Besonders bewegt hat uns eine Fahrt durch einen Stadtteil in Christchurch, der fast völlig abgerissen und stillgelegt wurde.

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Das Beben hat den Boden in der sogenannten „roten Zone“ so verändert, dass dort auf Jahre hinaus keine Häuser mehr sicher gebaut werden können.

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Durch die noch zu sehenden Grundrisse und Häuserreste lässt sich erahnen, welches Leben hier noch vor vier Jahren im Gange war. Die Naturgewalt hat an diesem Ort alles verändert und uns wieder vor Augen geführt, wie wenig Kontrolle wir doch besitzen.

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baustelle christchurch

Durch Bennis Arbeitskollegen Rolf bekamen wir in Christchurch eine Unterkunft bei Manuela, Darius und Stanley, welche uns mit einem saftigen Barbecue total herzlich empfingen. Bei ihnen verbrachten zwei wundervolle Tage und genossen die gemeinsame Zeit sehr.

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Im Februar 2011 wurde Christchurch durch ein heftiges Erdbeben erschüttert, welches noch deutliche Spuren zeigt. Überall sind Bauarbeiten im Gange, einige Häuserwände bzw. ganze Häuser werden durch Container abgestützt.

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Da die Kirche zerstört war ist eine Interimskirche aus Kartonrollen aufgebaut worden.

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Im C1 CAfé wird das Essen durch „tubes“ (Rohrleitungen) direkt an jeden Tisch versendet. Durch den beschränkten Platz werden nur Burger und kleinere Sachen versandt, welche per Rohrpost in kleinen Metallbehältern mit 140 km/h an den Adressaten geschossen werden. Eindrücklich!

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In der Innenstadt wurde ein Shoppingcenter aus Containern errichtet: da es so gut gelungen ist, bleibt es bestehen und ist eine echte Attraktion.

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Am Strand von Christchurch fand gerade ein Sandburgen-Wettbewerb statt. Der Gewinner ist rechts zu sehen – eine so detaillierte gebaute Sandburg haben wir wirklich noch nicht gesehen.

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Für unsere Weiterreise hat uns Manuela ein megaleckeres Fladenbrot gebacken, bei dem wir uns jeden Biss genüsslich schmecken ließen.

mit wind im rücken nach christchurch

Der Wind drehte am nächsten Tag und pustete uns regelrecht in Richtung unseres nächsten Zieles. So viele Kilometer hatten wir in so kurzer Zeit noch nie geschafft und da unsere Räder fast von alleine fuhren, radelten wir bis Sonnenuntergang.

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100 km vor Christchurch hatten wir eine besondere Begegnung: Wir trafen auf ein Pärchen, Alexander und Jana, die vor 2 ½ Jahren Deutschland verlassen haben, Europa und Asien mit ihren Rädern durchquert haben und zum Abschluss nun Neuseeland bereisen wollen. Ihren sehr interessanten Blog findet ihr unter: vielfaltderwelt.wordpress.com. Es war spannend, ihren Erzählungen zuzuhören und sich auszutauschen.

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azurblau um twizel

Nach Queenstown machten wir uns wieder auf den Weg in den Norden, wir nahmen den Radweg aus der Stadt, den „Queenstowntrail“. Es gab spannende Brücken, unter anderem die weltweit erste offizielle Bungeebrücke (seit 1986).

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In Twizel machten wir Rast und genossen die umgebende Landschaft mit azurblauem Wasser.

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Auf der Straße zum See Tekapo eröffnete sich ein Blick auf den Mt. Cook, den höchsten Berg Neuseelands (3754 m).

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Tekapo erreichten wir nach einer schönen Strecke, die aber heftigen Gegenwind mit sich brachte, so dass wir ziemlich erschöpft unser Ziel erreichten. Dafür gab es einen tollen Vollmond über dem See, der sich schon beim Abendrot zeigte.

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queenstown und fjordland

In Hokitika konnten wir bei Kevin bleiben, einem passioniertem und inzwischen pensionierten Bergsteiger und Wanderer. Er erzählte uns viele Geschichten aus seinen weltweiten Touren.
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Da wir uns am nächsten Tag von Peter verabschieden mussten, feierten wir gemeinsam zum Abschluss eine Pizza am Strand.

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Die verbleibende Zeit auf der Südinsel wurde knapper, so dass wir den Bus von Hokitita nach Queenstown nahmen, einer ziemlich touristisch ausgelegten Stadt, in der die „Partyszene“ boomt. Da gerade ein größeres Konzert bevorstand waren fast alle Hostels ausgebucht und wir hatten Glück, noch ein Plätzchen zu finden. In Queenstown stehen alle erdenklichen Sportmöglichkeiten zur Verfügung (Fallschirmspringen, Canyoning, Speed Boat Fahren oder Bungee Jumpen – hier kann man jede Outdor-Mutprobe bestehen).

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Von dort aus unternahmen wir eine Tour zum „Milford Sound“, einem 15 km langen Fjord. Er gehört zu den regenreichsten Gebieten der Erde, jährlich gibt es hier bis zu 8000 mm Niederschlag. Umgeben von Felswänden ist er nur per Boot zu besichtigen und wirklich imposant. Wir konnten die Spitze des höchsten Berg sehen, den „Mitre Peak“ (ca. 1700 m). Einige Robben tummelten sich an Felsen oder spielten im Wasser.

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Durch den hohen Niederschlag gibt es wundervoll anzusehende herabstürzende Wasserfälle.

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Die Fahrt dahin war mindestens genauso eindrucksvoll wie der Fjord an sich: durch dichter werdenden Regenwald vorbei an hohen Bergen und weiten Tälern. Bleibenden Eindruck hat auch der „Homer-Tunnel“ hinterlassen, der ein Gefälle von 200m aufweist und nur einspurig zu befahren ist.

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